Zusetzen mit dem Begattungsvölkchen (Vereinigen)

Zusetzen durch Vereinigung

Sicheres Vereinigen des Volkes mit dem Begattungsvölkchen

Eine Methode, die wir schon seit langem erfolgreich mit eigenen Königinnen anwenden, ist das Zusetzen mitsamt dem Begattungsvölkchen durch Vereinigung mit dem Vollvolk.

Zu diesem Zweck wird das umzuweiselnde Volk entweiselt. Zwei Stunden später, die Weiselunruhe hat bereits eingesetzt, nehmen wir ein Begattungsvölkchem mit einer sich in voller Bruttätigkeit befindenen Königin und verschließen das Flugloch. Gleichzeitig wird das Lüftungsgitter geöffnet, um die Sauerstoffversorgung des Völkchens zu gewährleisten.

Dem Vollvolk wird das Begattungskästchen nun wie folgt aufgesetzt: ein einlagiges Blatt Zeitungspapier wird mit einer Kugelschreibermine mit ca. 50-100 Löchern versehen. Dieses Papier wird auf das geöffnete und vom Deckel befreite Begattungsvölkchen gelegt, welches nun kopfüber direkt auf die Oberträger der Rähmchen des umzuweiselnden Volkes gestellt wird. Hierüber kommt als Schutz selbstverständlich eine Leerzarge.

Innerhalb der nächsten Stunden knappern die Bienen sich durch das Zeitungspapier hindurch, tauschen sich aus und vereinigen sich auf diese Weise. Noch nie konnten wir bei diesem Verfahren einen Verlust feststellen. Selbst buckelbrütige Völker, also solche mit legenden Arbeiterinnen, konnten mit diesem Verfahren in jedem Einzelfall geheilt werden. Auch hier gab es keine Verluste; es hat bislang immer funktioniert.

Voraussetzung ist allerdings, dass sich die Königin in Brut befindet und bereits eine gewisse Reife und Ruhe erreicht hat. Nach ca. 7-10 Tagen kann das Begattungskästchen entfernt und das Volk kurz auf Vorhandensein von Brut kontrolliert werden.