Man lernt nie aus

Heute, am 22 Mai, also 4 Tage nach Einschlagen des Vorschwarmes aus der Klotzbeute, bemerkte ich am Flugloch, dass irgend etwas mit dem neuen Volk nicht stimmt. Der Flug war recht schwach, Pollen wurde aber eingetragen.

Kurzerhand wurde entschieden, eine Kontrolle vorzunehmen. Ich wollte ohnehin an die Bienen. Smoker in Gang gesetzt, und Deckel der Melporitbeute abgehoben.

Der erste Blick verriet mir, was ich schon vermutete: ein Großteil des eingeschlagenen Schwarmes mitsamt der Königin ist ausgezogen. Alle Waben (Foto) sind ausgebaut und großflächig bestiftet, Nektar ist auch viel vorhanden.

Auch die “Bannwabe”, also eine dem Schwarm mitgegebene Brutwabe eines anderen Volkes, ist noch verdeckelt. Gerade diese Bannwabe soll ja ein Wiederausziehen des Schwarmes verhindern.

An diesem Beispiel zeigt sich wieder einmal, dass die Bienen sich nicht an Lehrmeinungen und Fachbücher halten. Auch mit über 30 Jahren Imkererfahrung gibt es noch Überraschungen.

Das Volk auf seinen 11 DN-Waben kommt mir jetzt ein bisschen unterbesetzt vor. Ich lasse es jetzt aber so, wie es ist. Über einigen Stiften wurden bereits Nachschaffungszellen angeblasen. Ob die Königinnen wohl aufgezogen werden? Ob das Volk weiselrichtig wird?

Schade finde ich die Geschichte, da das Jungvolk für einen Interessierten bestimmt war. Schade auch um die gute F1-Königin; der “Heidschwarm” ist natürlich weg.

Ein ganz besonderer Dank gilt natürlich der guten F1-Königin, die dem Klotzbeutenvolk für ein Jahr sein Leben geschenkt hat. An ihre Stelle wird nun mit Glück ihre Tochter treten; dazu mehr in einem weiteren Artikel.

Eine kuriose Geschichte, die mir so noch nicht passiert ist. Möglicherweise war die Beute für den starken Schwarm zu klein.

Ein Gedanke zu „Man lernt nie aus

  1. Fjonka

    Oh! Wie schade! Also muß man wohl fix sein, den Schwarm abholen und in eine richtige Beute einschlagen … hoffentlich gedeiht das “geschröpfte” Volk trotzdem noch.

    Antworten

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